Lokschuppen Herzberg

Eisenbahnmuseum

Eisenbahnmuseum Falkenberg/E

Wie in anderen Bahnbetriebswerken reifte auch hier nach Auslaufen der Dampf-Traktion der Wunsch, die Eisenbahngeschichte des Bw Falkenberg zu dokumentieren.
So wurde zur Wahrung der Tradition im Oktober 1988 ein „Traditionszimmer" im Bw mit der Zielstellung der Erhaltung historischer Werte mit der Präsentation und Dokumentation eisenbahntypischer Gegenstände mit Anschauungstafeln aufgebaut.
Viele Eisenbahner fanden hier einen Teil ihres Lebenswerkes wieder und die Einrichtung wurde eine Stätte des Lernens und des Erfahrungsaustausches.
Aber auch der langgehegte Wunsch nach Auslaufen der traditionsreichen Epoche der Dampflokzeit ein „Technisches Denkmal" zu errichten, wurde Wirklichkeit.
Waren doch Lokomotiven immer Magneten auf ihre Art. Das ist geschichtlich verbrieft, seit es sie gibt.
Als „Kraftladung" gepriesen, als „schnaufende Dampfrösser" nostalgisch besungen — oder auf bunten Ansichtskarten gedruckt, zogen sie so oder so Hunderttausende in den Bann. Und sie tun es heute noch.
Ohne die Menschen jedoch, die sie fahren, wären sie aber totes Eisen.
Dieser Anlass, das Auslaufen der Dampflokzeit ist es schließlich, dem Wunsch nachzukommen, eine Dampflok zu erhalten und allen zu zeigen, denen der Umgang mit ihr Berufung war und ist.
Nach Anträgen zur Aufstellung und musealen Erhaltung der Dampflok 52 5679 an das Ministerium für Verkehrswesen und an das Verkehrsmuseum Dresden wurde diesem Anliegen auf Grund der Bedeutung des Bw Falkenberg für den Eisenbahner-Ort Falkenberg am 24.11.1988 zugestimmt.
Repräsentiert doch die Lok 52 5679, die bis auf kurze Unterbrechungen seit 1943 im Bw Falkenberg beheimatet und erhalten geblieben ist, symbolhaft die stetige Leistungsbereitschaft der Dienststelle im schweren Güterzugdienst.
Soll doch das „Technische Denkmal" der Jugend und der künftigen Generation die Geschichte des Bw dadurch sichtbar gemacht werden. Nach Aufarbeitung, Reinigung und Anstrich durch ehemalige Dampflokschlosser, dem Aufbau eines Gleisbettes, wurde die Lok am 26.06.1989 mit dem Hilfszug umgesetzt.
Anlässlich der Einweihungsfeier am 13. September 1989 wurde durch den Leiter des Bw allen Eisenbahnern und Freunden der Eisenbahn der Dank ausgesprochen, die durch ihre Gedanken, Ideen und Leistungen bei der Errichtung in freiwilliger Arbeit mitwirkten. Einen besonderen Dank wurde den Eisenbahnern Jürgen Stiehler, Heinz Wehlisch, Markus Winter und Helmut Schirrmeister ausgesprochen.
Erfreulich, dass weitschauende Enthusiasten dieser traditionellen Epoche ein Denkmal setzten.Die Lok 52 5679 auf ihrem Denkmalsockel und ihren Relikten wird weiter daran erinnern, wie Reise- und Güterverkehr in der östlichen Region gewesen ist.
Textquelle: Werner Rahnfeld
(Leiter des ehem. Bahnbetriebswerkes Falkenberg/E.)

 

Dampflokomotive 52 5679

Die Lok wurde als "Übergangskriegslokomotive" von der Firma Schichau-AG Elbing im ehemaligen Ostpreussen gebaut und am 02.November 1943 ausgeliefert. Mit einigen Unterbrechungen war 52 5679 ab dem 12.Februar 1944 in Falkenberg/E beheimatet und im Oktober 1985 ausgemustert. Ihre Laufleistung betrug 1.817.370 Kilometer bei einem Gesamtkohleverbrauch von 60.000 Tonnen. Die erbrachte Leistung waren 992.000 Mio Brt km. Das heisst : Mio Bruttotonnen Kilometer = Zuglast x gefahrene Kilometer.

 

Bilder 52 5679

Bei meinen Bildern von der "Sockellok" habe ich am PC etwas nachbearbeitet.